ÖFB-Frauenliga II: Zittern um den Abstieg

Mit DFC Leoben und Union Kleinmünchen kämpfen zwei Traditionsvereine des Frauenfußballs um den Klassenerhalt.

Analog zum Meistertitel wird auch der Absteiger im Play off – Modus ermittelt. Die fünf Teams der unteren Tabellenhälfte aus dem Grunddurchgang kämpfen um drei Fixplätze in der Liga. Zumindest ein Klub des Quintetts FC Südburgendland, SG Ardagger/Neustadtl, FC Kelag St. Veit, Union Kleinmünchen und DFC Leoben spielt nächste Saison aber zweitklassig. Denn der Letzte des unteren Play off steigt fix ab, während der Vierte noch eine Chance hat. Im direkten Duell gegen den Meister aus einer der vier Regionalligen kann die Relegation noch verhindert werden.

Leeres Punktekonto

Die fünf Abstiegskandidaten starten mit einem Punktekonto, das sich aus der Platzierung im Herbstdurchgang ergibt. Der sechstplatzierte FC Südburgendland geht demnach mit fünf Punkten ins Rennen, der Letzte DFC Leoben mit einem Punkt. Das ist bereits einer mehr als die Obersteirerinnen im Herbst aus eigener Kraft geschafft hatten. Gegen den Abstieg spielen weiters SG Ardagger/Neustadtl (7.) und der FC Kelag St. Veit (8.).

Traditionsvereine mit Roter Laterne

Die Überraschung im unteren Play off ist allerdings Union Kleinmünchen. Der nach dem Grunddurchgang nur neuntplatzierte Traditionsverein aus Oberösterreich landete in den vergangenen Saisonen zumindest im Mittelfeld und war acht Mal Österreichischer Meister – zuletzt freilich 1998.

„In den letzten Jahren sind Förderungsmittel im Vergleich zu anderen Bundesländern gekürzt worden und daher sind einige Spielerinnen abgewandert“, sucht Kapitänin Petra Ortmaier nach einer Erklärung für die sportliche Talfahrt der Linzerinnen. „Aber ich bin überzeugt, dass wir es schaffen. Der Zusammenhalt in der Mannschaft stimmt und nach und nach rücken junge Spielerinnen nach“, gibt sich Ortmaier im Abstiegskampf zuversichtlich.

Keine Tore – keine Punkte

Auf früheren Meisterehren (1986, 1987) kann sich auch der DFC Leoben nicht ausruhen, wenn es gegen den Abstieg geht. Den Steirerinnen gelang in der Herbstrunde kein einziger Punkt. Kein Wunder, erzielten sie in den neun Partien doch lediglich zwei Tore – bei 52 Gegentreffern.

Während sich die Leobnerinnen in den letzten Jahren schon einen Ruf als „Fahrstuhl“ – Team zwischen erster und zweiter Spielklasse erworben haben, wäre für Kleinmünchen der Abstieg eine neue Erfahrung: seit Einführung der ÖFB-Frauenliga 1982 sind die Oberöstereicherinnen noch nie abgestiegen.

Links:

ÖFB-Frauenliga
FC Südburgenland
SG Ardagger/Neustadtl
FC Kelag St. Veit
Union Kleinmünchen (mit umfangreichen Infos und Archiv zum Frauenfußball in Österreich)
DFC Leoben

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